Westfalia Register

Konrad Tautenhahn

Restauration eines Westfalia Anhängers

Schon als ich das erste Mal einen T2 mit „passendem“ Westfalia-Anhänger gesehen hatte (damals übrigens ein Typ 155 002), war mir klar, dass nach der Restauration meines 72er T2 ein Westfalia-Hänger folgen musste...   Allerdings wollte ich keinen 155er, da mir der doch zu hoch für den T2 erschien. Nachdem dann noch eine Westfalia-Anhängerkupplung für meinen Bus gefunden war, stand einem Anhänger eigentlich nichts mehr im Wege: die Suche sollte gezielt einen 154 002 zu Tage fördern!

Dies war allerdings drei Jahre lang nicht von Erfolg gekrönt – beim alltäglichen Stöbern im bekannten Internet Auktionshaus kam dann aber doch noch, völlig unerwartet, Langersehntes zum Vorschein, ein 154er. Die Bilder ließen einen guten Zustand erahnen, auch ein Telefonat mit dem Verkäufer verlief positiv. Dieser Hänger musste es sein!

Sonntagabend ersteigert, und schon Dienstag stand der Hänger im Hof (danke noch mal an Mario Wolf). Die erste Begutachtung fiel dann allerdings weniger gut aus. Die unteren 10cm der Außenhaut sind komplett zu ersetzen, und die Regenrinne vorn war definitiv durch. Kleine und große Beulen überall...

Aber: Der Hänger war komplett und zumindest die Heckklappe (Zusatzausstattung Z-1098, damals 105,-DM Aufpreis) ist in sehr gutem Zustand. Und es ist ein 154 002 und mit frischen zwei Jahren TÜV. Direkt anhängen und fahren kam natürlich nicht in Frage. Ein grüner Hänger an einem gelben Bus? Das muss wirklich nicht sein, lieber gleich restaurieren.

 

 

Nach der Zerlegung wurde der Hänger sandgestrahlt. Danach erneute Bestandsaufnahme: die Regenrinne vorn war komplett durchgerostet, Selbiges auch hinten an der rechten Ecke. Der untere Rahmen war entgegen der ersten Vermutung in brauch-barem Zustand. Die Kotflügel-Schraubkanten zeigten sich hingegen durchgerostet – und die Kotflügel selber waren ebenfalls arg in Mitleidenschaft

gezogen. Das Fahrgestell wurde zerlegt und sand-gestrahlt. Wenigstens hier keinerlei rostbedingten Ausfallerschei-nungen; die Längslenker sind noch in gutem Zustand. Bei der Technik jedoch: Totalausfall. Die Cellastofedern hatten sich vollständig zersetzt, aus einer Seite hatte sich gar die Befestigungs-schraube aus der Feder heraus gearbeitet. Zusätzlich waren Radlager und Lagerbuchsen defekt...

Es gibt also viel zu tun: besagte Unterkante umlaufend ersetzen, Kotflügel-Schraubkanten neu einsetzen, Regenrinne erneuern und die unzähligen Beulen entfernen. Bodenplatte und Kotflügel sowie die Technik müssen komplett durch Neuteile ersetzt werden. Nicht einmal die nachträglich grün lackierten Chromradkappen konnten gerettet werden. Vollständig verbeult und verrostet. Und jetzt? Nach dem geplanten Rückbau nun der gezielte Aufbau.

Wie´s weitergeht, lest Ihr in der nächsten WR-Post oder auf www.9-sitzer-bus.de . Euer Buskonne !


 

Neu registrierte Fahrzeuge 

 
   
   
   
 

Zeilenweise von oben nach unten:

72er Hanomag-Henschel-Campingwagen hoch/lang, 65er Viehanhänger Aurich I, 69er Textilanhänger (mit doppelter Klappen-Verriegelung und stromlinienförmigen Kotflügeln), 79er Essen 1 mit Flach-Deckel, 70er Passau KDG (ex Bundespost), 70er Typ 152 001 mit Heck-/Seitentür (und abnehmbarer Deichsel!), 49er Leipzig (neu aufgebaut / modifiziert), 64er Bremen 2 in Feuerwehr-Ausführung (Heck-klappe öffnet nach unten!), 65er Leipzig in überlackiertem Originalzustand, 62er VW-Campingwagen SO34 (modifiziert), 71er Passau KD (Typ 151 001), 40er Jahre Bremen ohne Fahrgestellnummer, 72er Typ 155002 .

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